Nicole Barandun
0

«Wem sini Zuekunft? Öisi Zuekunft!»

05.03.2019 Veröffentlicht am 05.03.2019 von Nicole Barandun | 0 Kommentar(e)

Auch in Zürich haben sich Jugendliche dem weltweiten Protest gegen den Klimawandel angeschlossen und sind, anstatt die Schulbank zu drücken, auf die Strasse gegangen. Unglaublich, was da abgeht, was die junge schwedische Aktivistin Greta Thunberg ausgelöst hat.

Die Erderwärmung – seit Jahrzehnten heiss diskutiertes Thema an jedem Gipfeltreffen. Mit welchem Erfolg? Industrienationen, welche die Konsequenzen ihres Handelns leugnen, solche, die griffige Gegenmassnahmen an die Hand nehmen, andere, die sich komplett darum foutieren, wieder andere kommen nur zögerlich in die Gänge. Unsere Jungen haben jedes Recht, sich für ihre Zukunft einzusetzen. Jedes! Die eigene Meinung zu äussern und bei einer (bewilligten) Demonstration auch zu zeigen, gehört unbedingt dazu. Als Politikerin sage ich: Das ist gelebte Demokratie. Nur wer sich engagiert, hat die Chance, etwas zu verändern. Was zwingend folgen muss, ist entsprechendes Handeln und dafür Verantwortung übernehmen.

So ist etwa zu lesen, dass genau da der Wille fehle. Haben die Jugendlichen vielleicht den Finger in eine schmerzende Wunde gelegt? Ich bin überzeugt, da kommt noch was. Die jungen Menschen haben gerade erst angefangen, sich mit Nachhaltigkeit auseinander zu setzen. Sie diskutieren untereinander, aber auch zuhause am Familientisch, was sie konkret, auch im Kleinen, dazu beitragen können. Werte wie Achtsamkeit und Respekt, aber auch bewusster Verzicht könnten ein Revival erleben. Als Präsidentin des Stadtzürcher Gewerbeverbands sage ich: Gut so, Nachhaltigkeit bedeutet auch lokal, saisonal produzieren und einkaufen. Reparieren statt wegwerfen. Kurze Wege. «Hiken» in den Alpen statt «diven» in der Südsee.

Die Schweiz ist führend in Gebäude- und Solartechnik, bei Sanierungen und Neuentwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien. Das kommt nicht von ungefähr. Innovation ist unser Motor, Digitalisierung der Katalysator. Wissen ist Macht. Lassen wir die Jungen ihre Erfahrungen auf dem Weg zur Verantwortung machen.

Kommentare

Dieser Blog-Eintrag wurde noch nicht kommentiert.

Kommentar hinterlassen




Sicherheitscode eingeben:
 Security code

< zurück